Sehenswürdigkeiten auf Fanø

Fanoe-kort-sevaerdigheder

  1. Nordby
  2. Kikkebjerg Plantage
  3. Picknick im Skovhaven
  4. Fanøs Sandkasten wächst - autofreier Strand
  5. Das Tal Paradisdalen und das Feuchtgebiet Gåsehullerne
  6. Pælebjerg - Fanøs höchster Punkt
  7. Waldspielplatz mit Märchen
  8. Seehundsafari zum Riff Galgerev
  9. Vogelkojen - nur auf Fanø
  10. Der Aussichtspunkt Annesdalbjerg mit Lagerfeuerstelle und Wetterschutzhütten

1. Nordby

Nordby. Foto: Frank Bach, Colourbox

Der Ort Nordby ist selbstverständlich nicht Teil der Gebiete des Dänischen Generaldirektorats für Natur. Aber jeder Besucher der Insel kommt hier an und es lohnt sich, den Ort anzuschauen, der einer der am besten bewahrten Schifferorte ist und gleichzeitig der gemütlichste Ort im Bereich des Nationalparks Wattenmeer.

Nordby besteht aus einem Gewirr an engen Gassen, die sich zwischen den alten häufig in Ost-West-Richtung gebauten Häusern hindurchschlängeln. Viele der Häuser sind in gelben oder roten Pastelltönen gemalt. Einige mit Strohdach, andere mit rotem Ziegel. Einige mit weiβen Holzzäunen und Fahnenmast zur Straβe hin, während andere den Giebel direkt an die Straβe gesetzt haben.

In der kopfsteingepflasterten Hovedgade gibt es gute Fachgeschäfte wie z.B. Schlachter Christiansen, dessen Geschäft prall gefüllt mit Delikatessen ist. Auch findet man einige hervorragende Galerien, eine Glasbläserei, Cafés u.a.m.

Schauen Sie im Fanø Turistbureau vorbei (Skolevej 5), denn dort gibt es Karten, Broschüren, Informationen über Veranstaltungen und Antworten auf all Ihre Fragen.

Weitere Infos unter visitfanoe.dk (auf Dänisch)

2. Kikkebjerg Plantage

Ein Geheimtipp bei den Ortsansässigen ist die Kikkebjerg Plantage. Den Weg hierher finden nicht so viele Touristen, obwohl der gekennzeichnete Laufweg durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit Wald und offenen Heideflächen und Ausblick auf die groβe Strandwiese Grønningen an Fanøs Nordspitze führt.

Beginnen Sie bei einem der höchsten Aussichtspunkte auf Fanø, dem 17 m hohen Kikkebjerg (am Ende des Kikkebjergvej), von wo man einen Ausblick über den Norden von Fanø hat. Ganz oben steht ein kleines Haus, das von den Lotsen zur Beobachtung der Fahrrinne Grådyb benutzt wurde. Fremde Schiffe auf dem Weg nach Hjerting oder zum Hafen von Nordby wurden vom Kikkebjerg aus entdeckt, und der Lotse fuhr dem Schiff entgegen, um seine Hilfe bei der Einfahrt durch die strömungsreichen Gewässer und Sandbänke anzubieten. Selbstverständlich gegen Bezahlung. Damals war Nordby die groβe Hafenstadt, denn den Hafen in Esbjerg gab es noch nicht. Als Esbjerg jedoch 1868 seinen Hafen baute, war damit Schluss. 1883 schloss das Lotsenhaus und wurde dann als Zeitzeuge der Geschichte von der Kommune in Stand gehalten. 1999 wurde es von einem Sturm umgerissen. Das jetzt hier stehende Haus ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 2001.

Benutzen Sie den gelb gekennzeichneten Weg in Richtung Norden, ein ca. 2 km langer Rundgang durch die Kikkebjerg Plantage. Unterwegs hat man Ausblick auf den Windmühlenpark und die 3 km2 groβe Strandwiese, Grønningen, die als gemeinschaftliche Weide für den Ort Nordby verwendet wurde. Hier weiden immer noch Schafe.

Auch besteht die Möglichkeit für einen kleinen Abstecher zur groβen Bunkeranlage, der Fanø Nord Flakbatterie, die etwas östlich der Pflanzung liegt. Hier stellten die Deutschen als Teil des Atlantikwalls groβe Flugabwehrkanonen auf.

3. Picknick im Skovhaven

Skovhaven (Waldgarten) in der Torp Plantage ist ein kleiner idyllischer Fleck, der sich im Schutz vor dem Westwind hinter den Dünen befindet. Der perfekte Ort für ein Picknick. Hier stehen Tische und Bänke an einem kleinen Waldsee. Auch gibt es eine Lagerfeuerstelle.

Die Wege durch den Skovhaven schlängeln sich durch einen Mischwald. An einigen der Bäume stehen Schilder mit den Namen der Arten, wie Schwarzkiefer, Bergkiefer und Gemeiner Weiβdorn.

Bei den Einheimischen heiβt Skovhaven auch „Buchhändler Hansens Plantage“, da dieser in den 1930ern eine See- und Kanalanlage mit kleinen Brücken anlegen lieβ, die unberührt gelassen wurde, während die Ferienhäuser im Laufe der Zeit den gesamten Wald umgaben.

4. Fanøs Sandkasten wächst – autofreier Strand

Fanø strand. Foto: Carsten Medom Madsen, Colourbox

Fanøs nördlichste Sandbank, Søren Jessens Sand genannt, ist während der letzten 40 Jahre unheimlich gewachsen. Es handelt sich nicht mehr um eine Halbinsel, wie auf vielen Karten eingezeichnet, sondern eine Ausbuchtung der Insel nördlich von Fanø Bad. Jeder ist herzlich willkommen, hier in Fanøs neuem Sandkasten zu spielen – auβer Autos. Falls man ein riesengroβes Schiff wie einen fliegenden Holländer über den Sand schweben sieht, dann handelt es sich sicherlich um die Englandfähre Sirena Seaways, die diese optische Täuschung verursacht. Der gesamte Weg bis zur Fahrrinne Grådyb und wieder zurück ist 6 km lang, und mit etwas Glück kann man die seltenen Zwergseeschwalben beobachten, die am Ufer nach Nahrung suchen.

5. Das Tal Paradisdalen und das Feuchtgebiet Gåsehullerne

Fanø. Foto: Søren Rask Jessen

Das Tal Paradisdalen schlängelt sich durch die Dünen vom Ferienhausgebiet bei Rindby bis direkt in die unberührte Natur mit Mooren und Seen mit Röhricht, auch Gåsehullerne (Gänselöcher) genannt. Dieses Feuchtgebiet ist ein kleines Paradies für Gänse und Enten wie z.B. Graugänse, Krickenten, Knäkenten, Brandenten, Löffelenten u.v.a.m. Im Laufe der letzten Jahre ist das Gebiet immer mehr zugewachsen und das hat zu Besuchen von Höckerschwänen, Rothalstauchern, Bartmeisen und Feldschwirl geführt.

Die gelb gekennzeichnete Wanderroute vom Parkplatz führt durch das Tal Paradisdalen und um das Feuchtgebiet Gåsehullerne herum durch eine offene und hügelige Landschaft.

6. Pælebjerg – Fanøs höchster Punkt

Eine der schönsten Wanderungen auf Fanø führt zum höchsten Punkt der Insel, dem Pælebjerg (21 m), von wo man einen fantastischen Ausblick über das Meer, die Fanø Plantage mit kleinen Teichen und eine hügelige Heidelandschaft hat. Der Berg befindet sich obendrein auch noch neben einem kleinen See, dem Pælebjergsøen, mit Seerosen und Goldfischen (Silberkarausche). Ja, Sie haben richtig gelesen. Vielleicht hat jemand unerlaubt sein Aquarium im kleinen Waldsee geleert. Die Goldfische haben sich als äuβerst lebenstüchtig erwiesen. Kinder lieben die kleinen glänzenden Fische im idyllischen Waldsee – eine kleine Überraschung unter den natürlicheren Arten wie Kleinlibellen, Rückenschwimmer, Schwimmkäfer und Skorpionswanzen.

Fahren Sie mit dem Auto oder Rad den Mågekolonivej entlang, einem Betonweg, der während des 2. Weltkriegs von den Deutschen angelegt wurde. Vom Parkplatz P4 aus führen ein gelb und ein rot gekennzeichneter Weg durch eine Landschaft mit windschiefen Kiefern und Heidekraut zum Pælebjerg, dessen Spitze durch einem roten Zaun abgegrenzt ist. Es lohnt sich, die Tour vom See Pælebjergsøen auf einem engeren Weg zurück zum Parkplatz zu machen. Denn so kommt man durch die offene Heidelandschaft mit hügeligen Dünen und kleinen Wasserlöchern. Wenn man gerne mehr offene Landschaft erleben möchte, empfiehlt es sich, den insgesamt 4 km langen Weg zum Waldspielplatz und zurück über den schmalen Betonweg zum Parkplatz zu nutzen.
Weitere Infos unter: Aktivitäten - Wanderrouten
Karte mit Pælebjerg

7. Waldspielplatz mit Märchen

Ein märchenhafter Ort für Familien mit Kindern bis zu 12-14 Jahre. Während die Eltern ein Picknick aufschlagen, grillen oder Stockbrot und Lagerfeuer machen, können die Kinder schaukeln und klettern und die vielen Geräte erobern. Im Märchenwald findet man die Figuren: Das Feuerzeug, Die Prinzessin auf der Erbse, Die kleine Meerjungfrau und viele andere Geschichten, die von Julius Urbanavicius aus Litauen fantasievoll aus Eichenholz geschnitzt wurden. Gemeinsam mit seiner Frau hat er viele Sommerferien auf Fanø verbracht. Der Waldspielplatz hat auch eine kleine „Erzähl-Ecke”, in der Kinder oder Erwachsene mit ”Es war einmal…“ beginnen und „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ aufhören können.

Sehr beruhigend für die Eltern ist es auch, dass hier keine Autos fahren. Der Waldspielplatz liegt in der Fanø Plantage auf der Grenze zwischen Heide und nicht weit vom Strand entfernt. Nur ein schmaler Betonweg, der Mågekolonivej, von den Deutschen während des 2. Weltkriegs gebaut, endet am Waldspielplatz. Man kann auch auf dem Tolvteskiftevej mit dem Rad durch den Wald bis zum Waldspielplatz fahren. Die Räder können hier abgestellt werden.

8. Seehundsafari zum Riff Galgerev

Bei Ebbe kann man hunderte von Seehunden beim Riff Galgerevet südlich von Fanø erleben. Gute Monate hierfür sind der Juni und Juli, wenn die Weibchen ihre Jungen werfen. Aber auch das restliche Jahr über ist es ein groβartiges Erlebnis, die sich auf der Sandbank sonnenden Gemeinen Seehunde zu beobachten.

Gehen Sie nur bei ruhigem Wetter mit guter Sichtweite auf Seehundsafari. Den Gezeitenkalender finden Sie beim Fanø Turistbureau unter visitfanoe.dk (auf Dänisch) – und beginnen Sie den Spaziergang ca. 1 Stunde vor der Ebbe. Parken Sie beim Strand von Sønderho und rechnen Sie mit ca. einer halben Stunde Spaziergang in Richtung Süden – durch Wasserpfützen – in Richtung Fahrrinne Galge Dyb. Hier werden Sie normalerweise 200-7000 Seehunde auf der Sandbank antreffen, ca. 100 m entfernt auf der anderen Seite von Galge Dyb. Nehmen Sie ein Fernglas und einen Kompass mit – falls die Sichtweite plötzlich schlechter wird, ist dieser lebenswichtig, um den Weg zurück nach Fanø zu finden, bevor die Ebbe wieder kommt. Eine geführte Tour mit einem Ranger ist ebenfalls wärmstens zu empfehlen.

9. Vogelkojen – nur auf Fanø

Sønderho Gl. fuglekøje fangarm. Foto: Per Hofman Hansen, Wiki Commons

Auf dem Holzschild an der Pforte zu Fanøs schönster Vogelkoje steht "Sønderho Gl. Fuglekøje 1866". Sie ist auch Dänemarks schönste Vogelkoje – denn Fanø ist der einzige Ort mit Vogelkojen im ganzen Königreich. Die meisten kennen eine Hängekoje, aber was ist eigentlich eine Vogelkoje? Vogelkojen sind eine raffinierte Art zum Fang von Wildenten. Man richtet einen sechseckigen Teich von ca. 50 x 50 m ein. In jeder der sechs Ecken wird ein bogenförmiger ca. 45 m langer Kanal gegraben, der unauffällig mit Netz bedeckt ist und in einer Reuse endet. Die Kanäle nennt man Fangarme und sie haben auf der einen Seite einen Erdwall und auf der anderen Seite Abdeckungen aus Schilfrohr, hinter denen der Kojenmeister sich verstecken konnte. Eine richtig gute Ausstellung über die Geschichte der Vogelkojen wird in einem Ausstellungsgebäude gezeigt, das genau dort errichtet wurde, wo der alte Schuppen des Kojenmeisters lag. Das Haus war in einem solch schlechten Zustand, dass es nicht renoviert werden konnte. 2006 war die Renovierung der Vogelkoje abgeschlossen und es wurde auch ein Aussichtsturm errichtet, von dem man einen herrlichen Ausblick über das Wattenmeer hat. Seit 2009 wird die Vogelkoje für die Beringung von Enten verwendet.
Weitere Infos unter: Geschichte - Fanøs alte Vogelkojen
Karte mit Sønderho Gl. Fuglekøje 

10. Der Aussichtspunkt Annesdalbjerg mit Lagerfeuerstelle und Wetterschutzhütten

Shelters. Foto: Søren Rask Jessen

Der Annesdalbjerg ist mit seinen 21 Metern ein weiterer guter Aussichtspunkt, aber vorrangig ist der Berg ein guter Ausgangspunkt für einen herrlichen Spaziergang in einer abwechslungsreichen Landschaft. Die gekennzeichneten Wanderwege führen durch die Pflanzung, Heide mit der Parabeldüne Hvidbjerg und bieten Aussicht auf die Marschwiesen im Wattenmeer. Alle vier Vogelkojen Dänemarks befinden sich in Gehabstand.

Die Albue Fuglekøje liegt gleich beim Parkplatz am Annedalsbjerg und ist während der Hauptsaison dienstags, donnerstags und freitags von 13.30 – 17.00 Uhr für Publikum geöffnet. Die Vogelkoje wurde 1880 angelegt und wird heute vom Verein Fanø Jagtforening betrieben, der einen Bestand von ca. 300 wilden Stockenten füttert. Einer der Fangarme ist restauriert, und man kann sich Nistkästen und eine wunderschöne Strohdach-Hütte mit dem Namen Morten Bo ansehen.

Bei Annesdalbjerg liegt auch der einzige Lagerplatz des Generaldirektorats für Natur auf Fanø. Um eine groβe Lagerfeuerstelle liegen drei groβe Wetterschutzhütten mit ausreichend Platz für ein paar Schulklassen.