Sehenswürdigkeiten

1. Die Düne Kapellet

Kapellet. Foto: Lars Gundersen

Die Düne Kapellet ist die schönste feuchte Sanddüne in der Pflanzung Frøslev Plantage. Sie ist freistehend, ca. 5 m hoch und ungefähr 200 m im Durchmesser. Wie bei mehreren der anderen fechten Sanddünen steht oben in ihr Wasser. Auf Dänisch heißen diese Dünen „klimper“, flache Sandhügel, die übrig bleiben, wenn der Sand in der Umgebung weggeweht worden ist. Der Hügel ist stehen geblieben, da eine feuchte Mulde oben den Sand gehalten hat. Unter der feuchten Mulde hat sich eine dichte Humusschicht gebildet und häufig auch eine Schicht Ortstein, und so kann das Wasser nicht wegsickern. Häufig ist der Fuß der Düne knochentrocken.

Diese feuchten Sanddünen wurden vor ca. 1.000 Jahren gebildet und die Düne Kapellet ähnelt einem flachen Vulkan mit ihrem Rand aus Sand. Ein altes Sprichwort sagt, dass die Kühe in der Pflanzung Frøslev Plantage „zum Trinken nach oben gehen“.

Die gelbe Wanderroute führt an der Düne Kapellet vorbei.

Die gelbe Route auf der Karte anschauen

2. Die Düne Den Våde Klimp

Den Våde Klimp. Foto: Lars Gundersen

In der Pflanzung Frøslev Plantage sind insgesamt 27 feuchte Sanddünen registriert. Die kleinsten haben einen Durchmesser von nur 40 m, die größte ist Den Våde Klimp (dt.: die feuchte Sanddüne). Sie war ursprünglich ca. 7 ha groß, aber ein Teil von ihr wurde abgetragen, um Kies für u.a. die Waldwege zu beschaffen. Ein Teil der Grabarbeiten wurden von Gefangenen des Lagers Frøslevlejren durchgeführt.

Man kann immer noch die einzelnen Schichten in der Düne erkennen und sich ein Bild über die Bildung der Landschaft vor 1.000 Jahren machen. Wenn man vom Weg Grusgravvej an den Rand der Düne Den Våde Klimp schaut, bekommt man einen Eindruck davon, wie viel Sand weggeweht wurde. Es wurde u.a. durch geologische Untersuchungen der Düne Den Våde Klimp herausgefunden, wie die feuchten Sanddünen gebildet wurden. Das Gebiet mit diesen Dünen in der Pflanzung Frøslev Plantage wurde wegen der Seltenheit des Naturtyps zu einem europäischen GeoSite ernannt.

Die gelbe Wanderroute führt an der Düne Den Våde Klimp vorbei. 

Weitere Infos über GeoSites (auf Dänisch)

3. Die Dünengruppe Nissepolde

Die Dünengruppe Nissepolde besteht aus drei besonderen Mini-Dünen. Eine feuchte Sanddüne ist normalerweise am Rand am höchsten und in der Mitte am niedrigsten. Bei den Dünen der Dünengruppe Nissepolde treffen die Randwälle sich in der Mitte, so dass die Dünen wie kleine Grabhügel aussehen. Pold ist das Wort für Düne im Dialekt der Südjütländer. Die gelbe Wanderroute führt an den Dünenhügeln Nissepolde vorbei.

4. Die Heide-Dünenlandschaft Finkehede

Die Landschaft Finkehede ist eine wunderschöne Dünenlandschaft mit Heidekraut, umgeben von Nadelwald. Der Sand wurde aus Gebieten weiter im Westen hierher geweht. Bis 1967 war die Landschaft Finkehede mit Wald bedeckt, aber als die Bäume während eines gewaltigen Sturms umstürzten, beschloss man, das Gebiet offen liegen zu lassen. Heute hat das Heidekraut übernommen. In der Heide-Dünenlandschaft, durch die man auf der gelben Wanderroute kommt, weiden Galloway-Rinder.

5. Eflingbjerg

Eflingbjerg er skovens højeste punkt. Et gammelt sagn fortæller, at der for længe siden lå en røverborg på toppen af bakken. Da røverkongen engang sad i slottet i vildt drikkelag sammen med sin bande, blev salen pludselig oplyst af et rødt ildskær. Skoven stod i flammer, og der var ingen vej ud. Da ilden var slukket, fandt man ingen spor af borgen. Ingen vidste, hvordan branden var opstået, men de lokale mente, at det var Guds straf.

6. Der Wall Sandgård

Der Wall Sandgård ist ein 4 km langer Wall aus Flugsand, der durch den nördlichen Teil der Pflanzung läuft. Er sieht aus wie das Werk von Menschen, aber ist einzig und allein ein Werk der Kräfte der Natur. Oben wachsen an einigen Stellen große, alte Fichten, während andere Teile mit Eichengestrüpp bewachsen sind, die wahrscheinlich Reste des ursprünglichen Waldes im Gebiet sind. Die mittleren Teile der Wälle folgen einer vollkommen geraden Linie, und er ist auf die gleiche Weise wie die feuchten Sanddünen aufgebaut. Als man in ihm grub, zeigte es sich, dass die oberste Flugsandschicht 6 m tief ist. Erst weiter unten kommt die ursprüngliche Erdoberfläche. Eine gute Stelle zum Betrachten des Hügels Sandgård ist bei Ryttergab unmittelbar nördlich des Lagers Frøslevlejren. Auf der gelben Wanderroute kommt man durch Ryttergab.

7. Die Feuchtgebiete Kådnermose, Stormenes Hav og Fårevandsted

Stormenes Hav. Foto: Lars Gundersen

Die Feuchtgebiete Kådnermose, Stormenes Hav und Fårevandstedet sind einige der wenigen feuchten Gebiete in der Pflanzung. Kådnermose ist ein künstlich ausgehobener See, an dem Büsche und hohe Bäume wachsen. Rund um den See wächst ein Birkenwald, und nördlich des Sees gibt es einen Lagerfeuerplatz mit Grill. Die gelbe Wanderroute führt durch das Gebiet. Was Wort „kådner“ ist ein lokaler Begriff für Häusler oder Kätner.

Stormenes Hav hieß ursprünglich Ålemosen. Dabe handelt es sich um ein Moor mit zwei künstlichen Seen – einem großen und einem kleinen. Am Rand des Moores zum Weg Tungsandvej hin liegt ein kleines feines Moor mit schwimmenden Torfmull-Moosen. Die Seen wurden nach dem Windbruch 1967 ausgehoben. Man kommt auf der roten Wanderroute, die beim Parkplatz bei Fårevandsted beginnt, zu Stormenes Hav.

Fårevandstedet ist eines der Feuchtgebiete, in denen die Bauern früher ihre Schafe tränkten, die alle gemeinsam hier weideten. 

8. Das Heidestück Frøslev Polde und der Platz Karsten Thomsens Plads

Das Heidestück Frøslev Polde beim Lager Frøslevlejren ist ein hügeliges Heidestück, das in Verlängerung des Walls Sandgård liegt. Während des 2. Weltkriegs war das Gebiet vermint, um zu verhindern, dass die Gefangenen aus dem Lager Frøslevlejren flüchteten.

Am Rand des Heidestücks Frøslev Polde steht ein Gedenkstein zu Ehren des Gastwirts und Dichters Karsten Thomsen (1837-89). Sein Einsatz für das Dänentum in der Gegend bekam einen entscheidenden Einfluss auf die Grenzziehung im Jahr 1920, als Frøslev aus der Gemeinde Handewitt ausgegliedert wurde und an Dänemark angegliedert wurde. Das Grab von Karsten Thomsen befindet sich im Ehrenhain der Kirche von Handewitt auf der deutschen Seite der Grenze

Weitere Informationen über Karsten Thomsen unter graenseforeningen.dk (auf Dänisch)

9. Das Heidestück Frøslev Lyngpolde

Das Heidestück Frøslev Lyngpolde ist eine wunderschöne, hügelige Heidelandschaft mit heidekraut- und grasbedeckten Dünen im östlichen Teil der Pflanzung, der an die Autobahn grenzt. Dort gibt es nur wenige Bäume, aber am Flüsschen Bukkestrømmen wachsen Büsche und andere Pflanzen, die die feuchte Umgebung vertragen. Die gelbe Wanderroute führt am Rand des Heidestücks entlang.

10. Die Hütte Skovhytten

Die Hütte Skovhytten mitten in der Pflanzung Frøslev Plantage stammt aus den Jahren 1944-45, als die Deutschen dänische Gefangene im Lager Frøslevlejren interniert hielten. Die Hütte wurde von den deutschen Wächtern benutzt, die die Gefangenen überwachten, während diese in der Pflanzung Kies gruben. Später wurde die Hütte renoviert und heute wird sie bei Jagdveranstaltungen in der Pflanzung verwendet.

11. Das Internierungslager Frøslevlejren

Frøslevlejren. Foto: Lars Gundersen

Das Internierungslager Frøslevlejren wurde 1944 als deutsches Gefangenenlager zur Internierung von dänischen Widerstandskämpfern errichtet. Dadurch, dass man die Deutschen dazu bekam, das Lager auf dänischem Boden zu errichten, erhofften die dänischen Behörden sich, dass sie den Gefangenen die Grausamkeiten in den deutschen Konzentrationslagern ersparen konnten. Im Lager Frøslevlejren war Platz für 1.500 Gefangene, und man hatte mit den Deutschen vereinbart, dass die Internierten in Dänemark bleiben sollten. Aber es zeigte sich bald, dass die Deutschen nicht daran dachten, diese Vereinbarung einzuhalten. Im September 1944 wurden 196 Gefangene in KZs verlegt, u.a. nach Neuengamme bei Hamburg und nach Dachau in der Nähe von München. Insgesamt 7.000 Gefangene waren während der neun Monate, dies es das Lager gab, im Lager Frøslevlejren interniert. Von diesen wurden ungefähr 1.600 in deutsche Konzentrationslager geschickt.

Nach dem Krieg änderte das Lager Frøslevlejren seinen Namen in Faarhuslejren und die Gefangenen waren jetzt Leute, die mit den Deutschen kollaboriert hatten. Viele von ihnen gehörten der deutschen Minderheit in Sønderjylland an. Das Lager Faarhuslejren wurde bis 1949 als Lager genutzt und danach als Kaserne – zuerst von den dänischen Landstreitkräften und später vom Zivilschutz.

Heute ist in einem Teil der Gebäude ein Museum eingerichtet, während weitere Gebäude von der Schule Frøslevlejrens Efterskole benutzt werden.

Weitere Infos über das Lager Frøslevlejren auf der Homepage des dänischen Nationalmuseums (auf Dänisch)

12. Der Flugplatz Fårhus Feltflyveplads

Auf den Feldern nördlich der Pflanzung Frøslev Plantage legte die Luftwaffe 1944 einen Militärflugplatz für Jagdflugzeuge an. Der Flugplatz mit dem Namen Schafhaus Feldflugplatz wurde bis 1945 benutzt. Die meisten Flugzeugverstecke und Baracken wurden unter den Bäumen am Rande der Pflanzung eingerichtet, wo sie vor den Flugzeugen der Alliierten versteckt waren. Das Gebiet wurde später von den dänischen Landstreitkräften als Übungsplatz verwendet. Mehr als 20 gut bewahrte Flugzeugverstecke kann man am Weg Krybskyttesporet im nördlichen Teil der Pflanzung entdecken. Es gibt auch Sandwälle, an Stellen, an denen einige Baracken gestanden haben, Brennstoffverstecke und Autoverstecke am Waldrand. Der Flugplatz ist der am besten bewahrte Feldflugplatz aus dem 2. Weltkrieg in Dänemark.

Weitere Infos über den Flugplatz Fårhus Feltflyveplads unter avlg.dk (auf Dänisch)

13. Das Moor Frøslev Mose

Westlich der Pflanzung liegt das Moor Frøslev Mose. Es reicht über die Grenze und heißt in Deutschland Jardelunder Moor.

Das Moor Frøslev Mose ist ein Hochmoor und ist ein europäisches Natura 2000-Schutzgebiet. Das Moor wurde 1985 unter Naturschutz gestellt und seitdem sind zahlreiche Naturpflegemaßnahmen durchgeführt worden. Das Moor ist Lebensraum für interessante Pflanzen wie Porse, Beinbrech und den fleischfressenden Sonnentau. Auch ungewöhnliche Vögel wie der Kranich und das Schwarzkehlchen können hier beobachtet werden.

Bei den Einheimischen ist das Moor Frøslev Mose insbesondere als der Ort bekannt, an dem man den Reliquienschrein Frøslevskrinet fand.

Der Reliquienschrein stammt aus ca. dem Jahr 1100 und besteht aus Kupferplatten mit Bildern von Christus als Richter über die Welt, von der Kreuzigung und von der Jungfrau Maria aus farbiger Emaille mit Überresten einer Vergoldung. Der Schrein wurde wahrscheinlich in Südeuropa hergestellt. Er tauchte während des Torfstechens im Jahr 1872 auf, als das Gebiet Sønderjylland unter preußischer Herrschaft war, und wurde unter großer Geheimhaltung in das Nationalmuseum in Kopenhagen geschmuggelt. Ein Obelisk aus Eichenholz markiert die Stelle im Moor, an der der Schrein auftauchte.

Zur Hochzeit von Kronprinz Frederik und Kronprinzessin Mary 2004 erhielt das Paar eine Kopie des Schreins als Hochzeitsgeschenk. Das Geschenk wurde durch eine Volkseinsammlung im Landesteil Sønderjylland finanziert. Das Original kann man im dänischen Nationalmuseum sehen. Eine Kopie befindet sich im Museum des Schlosses von Sønderborg.

Am Ende des Wegs Ladevej, der durch die Bechmanns Plantage führt, gibt es einen Parkplatz für das Moor. Auf dem Parkplatz steht eine Hütte, in der man eine Essenspause machen kann und es auch Informationen über das Moor gibt. Ein Pfad führt von hier 2,5 km durch das Moor.