Seværdigheder

1. Trehøje

Die drei markanten Hügel, die Trehøje bilden, sind in der offenen Landschaft deutlich sichtbar. Die Hügel wirken höher als 127 Meter, da die Landschaft von der Küste aus steil ansteigt. Die Aussicht ist hier die Hauptattraktion – man sieht fast in jeder Richtung das Wasser und kann gut den buchtenreichen Küstenverlauf und die Formen der Landschaft sehen. Die alte Provinzstadt Ebeltoft liegt auf der einen Seite, auf der anderen Seite liegt Knebel, und geradeaus liegt die Halbinsel Helgenæs. Bei sehr klarer Luft kann man ganz bis Sjællands Odde sehen.

Die Hügel sind von einem der schönsten Weidegebiete Dänemarks umgeben. Im Hochsommer färben sich die Wiesen beinahe braunlila, wenn eine Grasart namens Draht-Schmiele blüht, hier und dort von den noch kräftigeren Farben des Heidekrauts gesprenkelt.

Von hier oben sind sowohl der Sonnenaufgang als auch der Sonnenuntergang toll anzusehen, und in dunklen und klaren Winternächten kann man an diesem Ort gut den Sternenhimmel betrachten. Für viele Einheimische ist es Tradition, zum Jahreswechsel eine Wanderung in der Gegend zu unternehmen und von der Kuppe aus das alte Jahr zu verabschieden.

Die Hügelkuppen sind in Wirklichkeit bronzezeitliche Grabhügel, von denen es hier in der Gegend viele gibt.

Man kann mit dem Auto bis an den Fuß der Hügel heranfahren, dort gibt es einen Parkplatz.

Die Nationalparkverwaltung von Mols Bjerge hat einen kurzen Film über Trehøje produziert.

Den Film über Trehøje auf youtube.com ansehen (auf Dänisch)

Erfahren Sie mehr über die Geschichte von Mols Bjerge (auf Dänisch)

2. Agri Bavnehøj

Agri Bavnehøj ist mit 137 Metern der höchste Punkt in Mols Bjerge. Von der Kuppe aus hat man einen weiten Ausblick über das Molslandet und die umliegenden Buchten. Die dichten Nadelbaumpflanzungen um die Hügelkuppe herum werden zurzeit ausgedünnt. Es handelt sich dabei um nichtheimische Arten, die erst in den letzten knapp 200 Jahren hier Fuß gefasst haben, und die Naturschutzbehörde arbeitet derzeit daran, in Mols Bjerge eine abwechslungsreichere Natur wiederherzustellen.

Steht man auf dem Agri Bavnehøj – es wird übrigens „Auri” ausgesprochen – so steht man fast genau in der Mitte Dänemarks, wenn man von Bornholm absieht. Seit dem 19. Jahrhundert wird der Hügel als Ausgangspunkt für Landvermessungen genutzt, und ein Koordinatensystem aus den 1930er Jahren hatte Agri Bavnehøj als Mittelpunkt.

Die Aussicht ist fantastisch, und von der Kuppe aus kann man zum Beispiel sehen, in welcher Richtung der Dom von Aarhus liegt, und wie weit entfernt man sich von ihm befindet.

Agri Bavnehøj ist einer der zahlreichen bronzezeitlichen Grabhügel der Gegend. Der Name Bavnehøj, zu Deutsch ‚Feuerhöhe’, verrät uns, dass sich auf der Kuppe ein Stoß Feuerholz befand, damit man ein Warnfeuer entzünden konnte, wenn Gefahr im Anzug war.

Man kann nahe am Bavnehøj parken, und am Fuß des Hügels hat die Naturschutzbehörde eine Picknickhütte eingerichtet, wo es auch eine kleine Ausstellung über den Ort sowie öffentliche Toiletten gibt. In der Nähe liegt das Dorf Agri und Dänemarks höchstgelegener See.

Agri Bavnehøj auf der Karte sehen (auf Dänisch)

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3. Femmøller

Ein gewitzter Kopf gab seiner Schenke am Ende der Hauptstraße einmal den Namen ‚Fem-øller‘ (zu Deutsch ‚Fünf Bier‘), doch es sind die Mühlen (‚møller‘) und nicht das Bier, dem dieses Dorf am Rande von Mols Bjerge seinen Namen verdankt. Als der Ort noch vom Mehlmahlen lebte, was sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, waren hier fünf Wassermühlen in Betrieb.

Heute sind vier Mühlen erhalten, und bei mehreren kann man noch die Mühlräder sehen. Das Flüsschen Mølleåen, das alle fünf Mahlwerke antrieb, führte mit der Zeit immer weniger Wasser, was auch dazu beitrug, dass die Wassermühlen an Bedeutung verloren. Die Entwicklung von Windmühlen, die unabhängig von Wasserläufen näher an Ortschaften gebaut werden konnten, machte es für die Mühlenstadt noch schwieriger, mit ihren Mühlen Geld zu verdienen, sodass die Mühlräder schließlich stillstanden.

Femmøller blühte wieder auf, als das Bürgertum Anfang des 20. Jahrhunderts auf die Idee kam, dass frische Luft und Natur fernab vom Gedränge der Stadt die Kur für allerlei Leiden waren. Femmøller bekam unter anderem ein Badehotel. Heute wird das Gebäude als Fortbildungsschule für Jugendliche genutzt.

In alten Zeiten gab es in jeder ordentlichen Mühle immer auch Bewirtung, damit die durstigen Bauern sich nach der anstrengenden Tour zur Mühle erfrischen konnten. Heute gibt es immer noch Restaurants in zwei Mühlen, der Overmøllen und der Skovmøllen.

Lesen Sie mehr über die Geschichte von Femmøller (auf Dänisch)

Femmøller auf der Karte sehen (auf Dänisch)

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4. Molslaboratoriet

Das Molslaboratoriet gehört dem Naturhistorischen Museum von Århus. Es befindet sich im alten Gehöft Nedre Strandkær. Forscher und Studenten an Universitäten und Hochschulen nutzen es als Feldlaboratorium. Hier werden Flora und Fauna erforscht, und man stößt in der Gegend an mehreren Orten auf wissenschaftliche Geräte. Die Forscher untersuchen unter anderem, wie eine Veränderung des Klimas sich auf die lokale Natur auswirken wird.

Faltblätter, die am Anfang der Wege zur Verfügung stehen, enthalten Informationen zu den markierten Touren auf dem Gelände des Molslaboratoriet. An mehreren Orten sind außerdem Informationen mit dem Handy abrufbar.

Dass das alte Gehöft zu einem Naturzentrum für Forscher und Studenten wurde, ist Ellen Dahl, der Schwester von Karen Blixen zu verdanken. Nachdem sie das Gelände damals dem Architekten Egil Fischer abgekauft hatte, ließ sie das ganze Areal unter Schutz stellen und schenkte es dann der Universität von Aarhus, der das Naturhistorische Museum unterstellt ist. Für sich selbst behielt sie ein kleines Sommerhaus in der Gegend, das Fischer für sie entwarf. Das Haus ist in der Nähe zu sehen.

Molslaboratoriet beschäftigt mehrere Naturführer, die regelmäßig Touren anbieten. Man kann sie auch für gesonderte Veranstaltungen buchen.

Sehen Sie sich auf youtube.com einen Film über das Laboratorium an

5. Øvre Strandkær

Im Øvre Strandkær hat die Naturschutzbehörde ein Besucherzentrum eingerichtet. Hier kann man sich zu vielen Wanderungen in der Gegend inspirieren lassen, und ein frisch renovierter Hofflügel beherbergt eine Ausstellung über die Natur in Mols Bjerge. Es gibt Parkplätze und eine Picknickhütte, damit man sich im Trockenen aufhalten kann, wenn man sich Essen mitgebracht hat und das Wetter nicht gerade zu einem Picknick unter offenem Himmel einlädt.

Die Ausstellung ist ganzjährig geöffnet, täglich zwischen 9 und 21 Uhr.

Øvre Strandkær ist auch der Ort, von dem aus die Naturschutzbehörde sich um die zahlreichen vierbeinigen Naturpfleger kümmert. In Mols Bjerge werden sowohl Kühe, Pferde als auch Schafe zur Naturpflege eingesetzt.

Besucherzentrum in Øvre Strandkær (auf Dänisch)

6. Toggerbo

Ein altes jütländisches Sprichwort besagt: „Hat man zwei Höfe und eine Kurve, so hat man ein Dorf.“ Und das ist in etwa das, was vom Dorf Toggerbo noch übrig ist. Es existiert seit der Eisenzeit, aber heute ist hier hauptsächlich dann etwas los, wenn gerade Pfadfinder im gleichnamigen, nahegelegenen Pfadfinderzentrum sind.

Toggerbo ist das einzige Dorf, das mitten in Mols Bjerge liegt. Die Gegend hat sich nie gut für die Landwirtschaft geeignet. Der Boden ist sandig, es ist eine der trockensten und sonnigsten Gegenden des Landes, und es ist ziemlich windig.

Hier oben wurden vor allem Buchweizen und Roggen geerntet, und die Höfe hatten wenige Kühe und viele Schafe. Reich sind die Bauern hier nicht geworden, und als sie Anfang des 20. Jahrhunderts die Chance hatten, verkauften viele ihr Land an die Betreiber der neumodischen Nadelbaumpflanzungen, um so den widerspenstigen Boden doch noch zu Geld zu machen.

Von Toggerbo ist es nicht weit bis Trehøje, und in der Landschaft dazwischen kann man die sogenannten hochrückigen Äcker sehen, die aus der Zeit stammen, als hier noch Landwirtschaft betrieben wurde. Sie liegen fast wie Wellen in der Landschaft. In Wirklichkeit handelt es sich um Pflugfurchen. Als die Bauern im frühen Mittelalter begannen, Radpflüge zu verwenden, um die Erde umzupflügen, kamen diese hier zum Einsatz. Ein solcher Pflug war allerdings nur sehr schwer zu wenden, und deshalb pflügte man lang und schmal.

Bei Toggerbo gibt es einen Parkplatz und mehrere Plätze mit Tischen und Bänken, die sich anbieten, wenn man Lust auf ein Picknick in dieser schönen Gegend hat.

7. Helligkilde

Es ist nicht so verwunderlich, dass die Quelle Helligkilde mitten in Mols Bjerge beinahe magisch wirkt. An einem knochentrockenen Hang quillt hier das Wasser aus dem Boden, obwohl doch jeder weiß, dass Wasser abwärts fließt. So ist es selbstverständlich, dass einer solchen Quelle ganz besondere Eigenschaften zugeschrieben wurden. In ganz Dänemark wurde Quellwasser als heilkräftig angesehen, also auch hier in Mols.

In Mols hat es eine ganze Reihe solcher heiligen Quellen gegeben, und Überreste wertvoller Gegenstände, die in prähistorischer Zeit als Opfergaben dargebracht wurden, zeugen davon, dass die Quellen schon vor Jahrtausenden wertgeschätzt wurden. Um die alten heidnischen Feiertage Walpurgisnacht – die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai – und Sankthans, also Mittsommer, sollten sie besonders starke magische Kräfte haben. Bei den Einheimischen war das Wasser der Helligkilde noch bis weit ins 19. Jahrhundert gefragt, heute ist sie allerdings versiegt.

8. Tinghulen

Von den großen Hügeln zu den tiefen Tälern. Mols Bjerge bietet beides, und das Tinghulen ist wirklich tief. Hier handelt es sich in Wirklichkeit um ein sogenanntes Toteisloch. Das ist ein Loch, das dadurch entstand, dass ein gigantischer Eisblock liegenblieb, als die Gletscher sich nach der letzten Eiszeit zurückzogen. Der Eisblock wurde mit Erde, Kies und Sand bedeckt und schmolz nur sehr langsam ab. Auf diese Weise hat er ein Loch in der Landschaft hinterlassen, und frühmorgens ist hier eine wirklich herrliche Stimmung zu genießen. Mit etwas Glück überrascht man vielleicht einen Dachs, der mit einem Schnaufen seiner milden Empörung darüber Ausdruck verleiht, auf dem Rückweg zu seinem Bau gestört worden zu sein.

In Mols Bjerge gibt es einige Toteislöcher, aber Tinghulen ist das bekannteste. Seinen Namen verdankt es dem Umstand, dass hier früher drei Gemeindegrenzen aufeinandertrafen, und der Überlieferung nach wurde der Ort deshalb als Thingplatz genutzt, also als ein Platz, an dem man wichtige Angelegenheiten gemeinsam regelte. Noch heute sprechen wir in Dänemark vom Folketing, wenn wir unser Parlament meinen.

Heutzutage hat das Tinghulen keine politische Bedeutung mehr, aber wenn man an einem Spätsommermorgen hier ist, der Morgennebel im Loch hängt und sich als Tautropfen in die Netze der Kreuzspinnen setzt, während man den Duft der Pilze und Kiefern einzieht, ist es schwer, nicht von dieser besonderen Stimmung ergriffen zu werden. 

9. Dåleren

Die Eiszeit ist in Mols Bjerge ein Drama in mehreren Akten gewesen. Als sie schließlich endete, verabschiedete sie sich auf gebührende Weise und hinterließ während ihres Rückzugs zahlreiche Andenken. Zu diesen zählt das eigenartig geformte Tal Dåleren. Als die Temperaturen mit der Zeit stiegen, schmolz das Gletschereis ab und riesige Mengen Schmelzwasser schufen auf ihrem Weg zum Meer diese Schlucht. Sie erstreckt sich vom Herzen von Mols Bjerge, nahe des Tinghulen, bis hinaus zur Bucht von Knebel, und folgt man ihrem Verlauf, so folgt man also dem Weg, den das Schmelzwasser vor über 10.000 Jahren nahm.

Das Tal Dåleren reicht bis zum Rand des Dorfes Knebel, der wichtigsten Ortschaft in Mols. Die alte Kirche liegt ganz in der Nähe und ist immer einen Besuch wert. In den 1990ern wurde sie vom Künstler Bjørn Nørgaard neu geschmückt und erhielt unter anderem ein viel diskutiertes Altarbild.

10. Poskær Stenhus

Es ist ein Glück, dass Dänemarks größter Runddolmen immer noch existiert, und das in einem so gut erhaltenen und beeindruckenden Zustand. Viele dänische Dolmen sind mittlerweile verschwunden, weil guter Granit in Dänemark immer eine stark nachgefragte Ware gewesen ist, und daher Dolmen um Dolmen in kleine Stücke geschlagen wurde, um als Baumaterial und Schotter für den Straßenbau zu dienen.

Beinahe hätte dieses Schicksal auch das steinzeitliche Grab am Rande von Mols Bjerge ereilt. Der Grundbesitzer Ole Hansen plante im Jahre 1859, den Dolmen zu sprengen, jedoch war der lokale Priester, Pastor Tileman, ein historisch interessierter Zeitgenosse, der dieses gigantische, von urzeitlichen Bauern errichtete Bauwerk nicht in Trümmer gesprengt sehen wollte. Er wandte sich daher an den Amtmann in Randers, welcher das sogenannte Inspektorat für die Bewahrung altertümlicher Denkmäler einschaltete, und im darauffolgenden Jahr wurde der Dolmen unter Denkmalschutz gestellt. Ole Hansen erhielt eine Entschädigung in Höhe von 100 Reichstalern. Das war viel Geld – damals entsprach das einem Drittel des Jahresbudgets des Nationalmuseums. Heute kann man außerhalb des idyllisch gelegenen Runddolmens immer noch Spuren eines damals gesprengten Steins erkennen.

11. Skovbjerg

Als den Architekten der Landschaft von Mols Bjerge kann man vor allem das Eis der letzten Eiszeit bezeichnen. Der Innenarchitekt ist jedoch der Mensch. Die Eiszeit hat Hügel, Buchten, Täler und Schluchten gestaltet, der Mensch hat jedoch in hohem Maße die Einrichtung des Naturraumes geprägt, und in Mols Bjerge bedeutet das, dass die ursprüngliche Waldlandschaft abgeholzt und durch offene Landschaften mit Heide- und Weideflächen ersetzt wurde.

Skovbjerg ist einer der wenigen Orte Dänemarks, wo ein Überrest des ursprünglichen Waldes erhalten geblieben ist und wo man ein Gefühl dafür bekommen kann, wie Mols Bjerge hätte aussehen können, wenn man der Natur ihren freien Lauf gelassen hätte.

Der Wald darf sich heutzutage auf natürliche Weise entwickeln, also ohne Eingriffe seitens der dort beschäftigten Menschen, und tote Bäume bilden einen Lebensraum für höhlenbewohnende Vögel sowie zahlreiche Insekten und Pilze.

Skovbjerg zeigt auch, wie sich ein Wald mit Eichenbäumen von einem Buchenwald unterscheidet. Während ein Buchenwald mitten im Sommer dunkel und kühl ist, weil die Blätter der Buchen das Sonnenlicht beinahe vollständig blockieren, fängt ein Eichenwald die Sonne ein, gibt anderen Pflanzen Raum und weist somit ein weitaus reicheres Tier- und Pflanzenleben auf. Die Buche hat es an den meisten Stellen in Mols schwer, die Eiche fühlt sich in dem mageren, trockenen Boden jedoch sehr wohl.

Sehen Sie sich auf youtube.com einen Film über Skovbjerg an (auf Dänisch)

12. Naturzentrum Syddjurs

Am Tor zu Mols Bjerge in Basballe hat die Kommune Syddjurs ein Naturzentrum gebaut, das unter anderem Naturerlebnisse an Institutionen vermittelt. Ein Teil der hiesigen Veranstaltungen und Angebote steht jedoch allen offen. Dies gilt unter anderem für den Sinnesgarten, der Kinder und Erwachsene zu einer Entdeckungstour in der Natur einlädt. Hier gibt es zudem einen Parkplatz, Bänke und Tische für ein Picknick, Toiletten sowie Informationstafeln zu Mols Bjerge.

Lesen Sie mehr auf der Seite des Naturzentrums naturcentersyddjurs.dk (auf Dänisch)

Sehen Sie sich auf youtube.com einen Film über das Naturzentrum Syddjurs an (auf Dänisch)

13. Wegweisersteine

Heutzutage nehmen wir es als selbstverständlich hin, dass uns Schilder den Weg durchs Land weisen. Agri 3 km, Ebeltoft 12 km – die Schilder sind allgegenwärtig und trotz GPS immer eine große Hilfe, um den richtigen Weg zu finden. So ist es nicht immer gewesen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts fand der größte Teil des notwendigen Güter- und Personenverkehrs auf dem Seeweg statt.

In Mols entstand mit der Genossenschaftsbewegung ein Bedarf daran, landwirtschaftliche Produkte auch auf dem Landweg zu handeln. Man musste also in der Lage sein, seinen Weg zu finden, und so entstanden die Wegweisersteine – weiß angemalte Granitsteine mit Ortsnamen in roter Schrift. Entfernungen wurden nicht genannt – wie weit es war, würden die Leute schon selbst herausfinden, wenn sie mithilfe der Steine schließlich ihr Ziel erreichten.

Allem Anschein nach waren diese Wegsteine besonders im südlichen Djursland verbreitet, wo bislang über 100 dieser alten Steine gefunden worden sind. Im Rahmen eines Projekts wurden viele der alten Steine aufgespürt und wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht, nachdem sie unter anderem in privaten Gärten zur Dekoration gedient hatten.

Der drolligste dieser Steine steht außerhalb von Femmøller am Fuße des Hügels Basballe und zeigt in Richtung Egens. Das ‚s‘ in Egens ist spiegelverkehrt aufgemalt.