Seværdigheder

1. Landschaft mit Weideland in Svanninge Bakker

Die Höhenzüge von Svanninge Bakker (Svanninge Hügel) sind bedeckt von Weideland – eine Naturform, die überall in Europa stark zurückgeht. Am Ende des 18. Jahrhunderts waren große Teile von Dänemark von Weideland bedeckt. Die offenen, großartigen Landschaften waren ein anmutiges Motiv für die Maler der Romantik.

Die Weideländer wurden üblicherweise als Weiden genutzt. Es wachsen hier viele verschiedene Gräser und Kräuter und viele Tierarten gedeihen hier. In Svanninge Bakker kehren die offenen, Weideländer mit einer Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten zurück, seitdem die Bäume gefällt wurden.

Viele Arten leben auf dem Hestebakke

Hestebakke ist ein nach Süden ausgerichteter Abhang. Er wurde immer als Weide genutzt und nie gepflügt, gespritzt oder bepflanzt. Deswegen ist dieses Gebiet besonders artenreich. Auf dem Hestebakke wachsen mehr als 125 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern, vor allem Flechten, Moose und Pilze.

Alle dänischen Reptilien, Zauneidechse, Waldeidechse, Blindschleiche, Ringelnatter und Kreuzotter leben am Hestebakke. Im Sommer kann man hier auch die Wespenspinne antreffen, die erst seit Kurzem in Dänemark lebt.

Svanninge Bakker ist ein Renaturierungsprojekt, das von EU LIFE und dem dänischen Staat finanziert wird. Ziel ist die Wiederherstellung der Weideländer an den Hügeln hier. 

Erfahren Sie hier mehr über EU LIFE (auf Dänisch)

Ansicht der Hügel mit den Augen eines Malers

Von den Hügeln hinter dem Aussichtsturm am Restaurant Skovlyst eröffnet sich eine imponierende Aussicht über das ganze Gebiet. Bei klarem Wetter kann man bis Als und Åbenrå mit dem Schornstein des Kraftwerks sehen.

An dieser Stelle fand der Maler Fritz Syberg das Motiv für eines seiner berühmtesten Werke „Aftenleg i Svanninge Bakker“. Das Werk wurde von der Ausstellung „Den Fri Udstilling i Købehavn“ 1901 präsentiert. Heutzutage ist es im Faaborg Museum ausgestellt.

Gastronom baute Turm zur Sternbeobachtung

Das erste Restaurant Skovlyst wurde 1926 von dem Hofeigner Jens Andersen errichtet. Er interessierte sich für Astronomie und baute 1935 den 18 Meter hohen Turm hinter dem Restaurant. In der Spitze des Turms wurde ein Teleskop aufgestellt. Heute kann man vom Turm aus eine großartige Aussicht über Svanninge Bakker genießen. Auf den fünf Etagen gibt es eine Ausstellung über die Natur- und Kulturgeschichte von Svanninge Bakker.

2. Galgenhügel Tyveknap

Südwestlich von dem Restaurant Skovlyst liegt der Hügel „Tyveknap“ (Diebesknopf). Der Name stammt aus einer Zeit, als die wenigsten Menschen Lust verspürten, sich in die einsamen Svanninge Bakker nach Einbruch der Dunkelheit zu begeben. Andere unheilsverkündende Ortsnamen sind „Kistelåget“ (Sargdeckel) und Helvedes Hule (Höllenhöhle).

Der Galgen diente zur Abschreckung und Warnung

Der Tyveknap war möglicherweise ein Galgenhügel. Der Gipfel war in jedem Fall von den alten Hauptwegen in der Gegend aus gut sichtbar, sodass ein Galgen auf dem Tyveknap zur Abschreckung und Warnung dienen konnte.

3. Der Troll Finn

Der Troll Finn hielt sich regelmäßig in Svanninge Bakker auf. Die Sage erzählt, dass er das Loch gegraben hat, in dem der Arreskov Sø (Arreskov See) liegt. Er schmolz die Erde in großen Haufen, die wir heute Svanninge Bakker nennen.

Treffen Sie Finn in voller Lebensgröße

In Svanninge Bakker steht eine Skulptur von Finn – eine Naturskulptur aus Ästen und Zweigen auf einem Betonfundament. Der Bildhauer Thorkild Hoffmann Larsen hat die Skulptur in Zusammenarbeit mit Bewohnern der Institution Kastaniely geschaffen.

Erfahren Sie mehr über die Skulptur auf Danmarksrejsen.dk (auf Dänisch)

4. Gåsebjerg Sand

Bei Gåsebjerg Sand südlich der Svanninge Berge liegt das Trollland, einer der größten Naturspielplätze Dänemarks. Gåsebjerg Sand diente seit Anfang des 20. Jahrhunderts für viele Jahre als Rohstofflager, in dem Kies und Sand abgebaut wurden. Der Hügel östlich von dem Naturspielplatz wurde künstlich erschaffen. Er besteht aus Abraum aus dem Hinterland.

Infos über den Naturspielplatz finden Sie auf naturlegepladser.dk (auf Dänisch)

5. Lerbjerg und Svanninge Bjerge

Lerbjerg ist mit 126 Metern Höhe der vierthöchste Punkt Dänemarks und liegt im südlichen Teil der Svanninge Bjerge (Svanninge Berge). Lerbjerg ist ein sogenannter Eisseehügel. Der Name rührt daher, dass er aus Kies, Sand und Lehm besteht, das sich in einem See auf dem Eis abgelagert hat und aus dem die Fünischen Alpen entstanden sind. Von Lerbjerg aus hat man eine Aussicht über den Faaborg Fjord und das Südfünische Inselmeer. Bei klarem Wetter reicht die Sicht bis Odense.

Erfahren Sie mehr über Lerbjerg und die anderen hohen Gipfel der Svanninge Bjerge (auf Dänisch)
 

Sechs Themenwege führen durch die Svanninge Bjerge

Svanninge Bjerge erstreckt sich über eine Fläche von 586 Hektar und befindet sich im Eigentum des Bikubenfonds, der es auch verwaltet. In dem Gebiet gibt es sechs gekennzeichnete Themenwege.

Erfahren Sie mehr auf SvanningeBjerge.dk (auf Dänisch)

 

6. Hammerdam mit Rislebække

Teile des Hammerdam (Hammerteich) waren bis etwa zum Jahr 2000 bewirtschaftetes Gebiet. Heute ist hier wieder ein Feuchtgebiet geschaffen worden. Die Wiesen am Hammerdam sind reich an Quellwasser, das über den Rislebække (Rislebach) bis zum Arreskov Sø (Arreskov See) fließt. Im Winter steht das Gebiet oft lange Zeit unter Wasser. Im Sommer verwandelt es sich in eine feuchte Wiese, auf der Kühe grasen.

Der Mörder versteckte sein Opfer in Helvedes Hule

Das Wasser im Rislebække ist sehr sauber. Auf seinem Weg durch den Sollerup Skov (Sollerup Wald) führt der Bach durch eine Schlucht mit steilen Abhängen. Die Schlucht heißt „Helvedes Hule“ (Höllenhöhle). Einer alten Geschichte zufolge soll ein Mörder hier sein Opfer versteckt haben.

7. Svanninge Nørremark

Svanninge Nørremark wurde von der Naturschutzbehörde in den 1990er Jahren aufgekauft, um die Natur in den stark frequentierten Svanninge Bakker zu entlasten. Der landwirtschaftliche Anbau wurde in Svanninge Nørremark um das Jahr 2000 herum eingestellt. Heute hat das Gebiet sich von Ackerflächen in trockene Weideländer verwandelt, auf denen viele Arten von Tieren und Pflanzen gedeihen.

8. Galloway und Welsh-Black Rinder

Galloway Rinder in Svanninge Bakker und Welsh-Black Rinder in Svanninge Bjerge tragen mit zur Entstehung eines guten Lebensraumes für viele Tiere und Pflanzen bei. Durch das Abweiden des Gebiets dringt das Sonnenlicht bis zur Erdoberfläche durch. Dies ermöglicht das Wachstum verschiedener Pflanzenarten und bietet so Futter für verschiedene Tiere.

Die Rinder sind robuste Tiere, die sich das ganze Jahr über im Freien aufhalten können. Sie können auch nährstoffarme Gewächse wie Heidekraut und andere Heidepflanzen verdauen und so auch auf sehr magerem Boden überleben.

Fünf Verhaltensregeln bei Annäherung an die Rinder

Die Tiere sind friedfertig aber keine Streicheltiere. Deswegen sollten Sie die folgenden Regeln beachten, wenn Sie sich den Tieren nähern:

  • Halten Sie Abstand zu den Rindern – mindestens 25 Meter.
  • Sie dürfen die Rinder weder streicheln noch füttern.
  • Lassen Sie die Kälber in Ruhe.
  • Gehen Sie niemals zwischen eine Kuh und ihr Kalb.
  • Führen Sie Hunde an der Leine.

9. Sollerup Skov

Sollerup Skov (Sollerup Wald) ist ein abwechslungsreicher Wald mit vielen Baumarten. Sie finden hier alles von alten Buchenbeständen über sumpfige Erlenwälder bis hin zu jungen Nadelbaumbeständen und Bepflanzungen mit Laubbäumen. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebiet hauptsächlich als Weidefläche benutzt. Erd- und Steinwälle im Wald sind Reste von alten Flurgrenzmarkierungen.

Reste eines Walles finden sich in Sollerup Enge

Der größte Teil von Sollerup Skov wurde Ende des 19. Jahrhunderts bepflanzt. In Sollerup Enge (Sollerup Wiese) finden sich Reste eines Walles aus dem frühen Mittelalter. Die kleine Erhöhung in der Landschaft diente als Schutz in unruhigen Zeiten.

Junge Mädchen lernten Sprachen in Sollerupgård

Sollerupgård wurde erstmals 1613 urkundlich erwähnt. Das heutige Hauptgebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet. In einem Zeitraum von etwa 30 Jahren um das Jahr 1900 herum war der Hof ein Internat für Mädchen, die hier in Sprachen, Musik und Hauswirtschaft unterrichtet wurden. Später wurde ein Versuchshof in den Wirtschaftsgebäuden eingerichtet. Der dänische Staat kaufte den Hof 1983 und das Hauptgebäude dient nun als Forsthaus. Die örtliche Abteilung der Naturschutzbehörde hat ihre Büros in dem alten Betriebsgebäude.

10. Præsteskov

Der Præsteskov (Priesterwald) westlich von Svanninge Bakker ist ein unberührter Wald. Mitte der 1990er Jahre wurde die Forstwirtschaft eingestellt und der Wald sich selbst überlassen. Früher konnte man in dem Wald auf Wegen mit kleinen Brücken über die Wasserläufe des Waldes umhergehen. Heutzutage ist der Præsteskov eine Wildnis und für Menschen nur schwer zugänglich. Zum Ausgleich gedeihen hier Pflanzen und Tiere.

11. Arreskov Sø

Arreskov Sø (Arreskov See) ist der größte See Fünens und erstreckt sich über eine Fläche von 317 Hektar. An seinem östlichen Ufer fließt der Odense Å (Odense Bach) ab. Der Arreskov Sø ist an der tiefsten Stelle nur knapp vier Meter tief. Der See war bis 1992 stark verunreinigt durch Abwässer aus Korinth. Seither ist die Wasserqualität besser geworden. Ein großer Teil des Wassers in dem See stammt aus Quellen, die ihren Ursprung im Seegrund haben.

Arreskov Sø und die umliegenden Gebiete wurden 1995 unter Schutz gestellt. Sie sind außerdem ein geschütztes Natura 2000 Gebiet aufgrund der vielen und seltenen Tier- und Pflanzenarten, die rund um den See leben.

Reste einer Siedlung aus der Steinzeit wurden in der Nähe des Seeufers gefunden

Der Wasserstand im See war früher 3 bis 4 Meter höher als heute. Das lässt sich aus Resten einer Siedlung aus der Steinzeit schlussfolgern, die sich ca. 4000 v. Chr. in der Nähe des westlichen Ufers befunden hat. Die Siedlung lag auf kleinen Inseln, mitten in einem Moorgebiet.

Arreskov Sø ist ein bedeutendes Brutgebiet für Gänse und ein Sammelplatz für Wasser- und Raubvögel, die hier überwintern. Von dem Vogelbeobachtungsturm am westlichen Ufer aus hat man einen guten Überblick über den See. Ein gekennzeichneter Weg führt durch den Sollerup Skov zum Turm.

Sø er et vigtigt yngleområde for gæs og samlingssted for overvintrende vandfugle og rovfugle. Fra fugletårnet ved den vestlige bred er der et godt overblik over søen. En afmærket sti gennem Sollerup Skov fører ned til tårnet.

12. Arreskov Slot

Am östlichen Ufer des Arreskov Sø liegt Arreskov Slot (Arreskov Schloss). Der alte Haupthof wird erstmals 1210 erwähnt. Der heutige Herrensitz wurde in den Jahren 1558 bis 1573 von dem Edelmann Erik Rosenkrantz errichtet. Heute gehört der Herrensitz dem Geschlecht der Schaffalitzky de Muckadell.

Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich. Es wurde aber als Kulisse für den Film „Vater hoch vier – in großem Stil“ aus dem Jahr 2006 verwendet.

13. Schloss und Kirche Brahetrolleborg

Brahetrolleborg war im Mittelalter ein Zisterzensierkloster mit dem Namen Holmekloster. Der Name Brahetrolleborg stammt aus dem Jahr 1667.

Graf Johan Ludvig Reventlow war Eigner von Brahetrolleborg in den Jahren 1775-1801. Er war einer der führenden Köpfe bei der Aufhebung der Schollengebundenheit der Bauern und anderer Reformen für die Landbevölkerung im späten 18. Jahrhundert. Die Bauern auf Brahetrolleborg gehörten zu den Ersten, die von den Veränderungen profitierten.

Das Schloss Brahetrolleborg ist für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Rhododendronpark kann aber besucht werden. Es gibt einen Zugang von dem Weg Spanget in Korinth aus. Die Kirche von Brahetrolleborg schließt sich nördlich an das Schloss an und stammt etwa aus dem Jahr 1250. Er war ursprünglich eine Klosterkirche. Das weiße Marmortaufbecken wurde 1806 von Bertel Thorvaldsen ausgeführt.

Die Kirche hat für Besucher jeden Tag von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Adresse: Reventlowsvej 1, 5600 Faaborg.

14. Skjerninghøj

Am Brahesvej i Østerby liegt der Skjerninghøj. Der Grabhügel stammt etwa aus der Zeit 3000 v. Chr. Das gut erhaltene Ganggrab beinhaltet eine Kammer von 3 x 2 Meter Größe. Das Ganggrab ist ein besonders schönes und vollendetes Beispiel für den Aufbau eines Ganggrabs. Schlanke Personen können in die Grabkammer gehen. Nehmen Sie deshalb eine Taschenlampe mit.

Die großen Randsteine am Rand des Hügels sind nicht mehr vorhanden. Angeblich wurden sie für den Bau des Svanninge Hospitals Anfang des 18. Jahrhunderts verwendet.

Skjerninghøj verbarg Asche- und Knochenreste

Der Grabhügel wurde 1812 ausgegraben. Im Inneren fand man Werkzeuge und Urnen mit Aschen- und Knochenresten aus der Steinzeit.

Erfahren Sie hier mehr über Skjerningshøj. (auf Dänisch)

15. Svanninge Kirke

Svanninge Kirke, die Kirche von Svanninge am Fuß der Svanninge Bakker ähnelt weitgehend einer typischen dänischen Dorfkirche. Trotzdem kam die Anregung für die Gestaltung des gelben Baus mit der hohen Turmspitze aus Österreich.

Der Kirchenbau stammt aus dem Jahr 1838 und wurde von Professor G. F. Hetsch entworfen, einem der bedeutendsten Architekten seiner Zeit. Er erhielt den Auftrag zum Bau von dem großen Landbesitzer in dem Gebiet, dem Grafen Preben Bille Brahe.

Der Graf hatte die Ländereien mit einer stark verfallenen Kirche aus dem Mittelalter übernommen. Als sie restauriert werden sollte, ließ er sich dabei von den Kirchen inspirieren, die er auf seinen Reisen in Österreich gesehen hatte. Die Kirche misst vom Boden bis zum Wetterhahn 36 Meter.

Altartafel aus dem 15. Jahrhundert

Der zentrale Teil der Altartafel mit Kreuzigungsszene stammt aus dem 15. Jahrhundert. Auch das Taufbecken aus Granit blickt auf eine lange Geschichte zurück. Es lässt sich aber nicht mit Sicherheit sagen, ob es aus der alten Svanninge Kirke stammt.

Als die Kirche 1838 restauriert wurde, hielt man das Granitbecken für unmodern. Es wurde deshalb im Park des Gutes Steensgaard Gods aufgestellt, in dem es zusammen mit einem ähnlichen Taufbecken aus der Horne Kirke als Blumenschale diente.

In den 1930er Jahren bat der Kirchengemeinderat darum, das Taufbecken zurückzuerhalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte man längst vergessen, welches der Taufbecken in die Svanninge Kirke gehörte.