Tiere und Pflanzen in der Pflanzung Klosterheden Plantage

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Tiere

Säugetiere

In der Pflanzung Klosterheden Plantage lebt der größte Biberbestand Dänemarks. 18 Einzeltiere wurden 1999 in der Pflanzung ausgesetzt und haben sich seitdem zu einem Bestand von knapp 200 Tieren vermehrt. Die Biber bauen Dämme und ändern so die Landschaft, damit diese besser für sie geeignet ist. Aber die veränderte Landschaft bietet auch neue und bessere Lebensbedingungen für andere Tierarten. Als die Biber ausgesetzt wurden, lebte zum Beispiel nur eine Fledermausart in Klosterheden. Heute kann man vier verschiedenen Arten finden.

Die Pflanzung Klosterheden Plantage ist auch Heimat für einen der größten Rotwildbestände Dänemarks. Wenn man Glück hat, kann man Exemplare der drei größten Säugetiere Dänemarks – Dachs, Fuchs und Otter – in der Pflanzung sehen. In den Wäldern leben ebenfalls Damhirsche und Rehe.

An mehreren Orten im Wald bekommt die dänische Behörde Naturstyrelsen Hilfe von zahlreichen vierbeinigen Naturpflegern. Es handelt sich um eine besondere Rinderrasse – „Waldrinder“ – die aus zwei dänischen Milchrinderrassen und neun Fleischrinderrassen gezüchtet wurde. Die Rinder sind friedlich, robust und für die ganzjährige Naturpflege geschaffen


Pflanzen

Bäume

Die Bäume in der Pflanzung Klosterheden Plantage sind Teil der Holzproduktion der dänischen Behörde Naturstyrelsen, aber man nimmt immer noch Rücksicht auf die Landschaft, Flora und Fauna, kulturgeschichtliche Überreste und Naherholungszwecke. In den letzten Jahren wurde die Pflanzung naturnah bewirtschaftet, wodurch ein Mischwald mit mehreren Baumarten verschiedenen Alters auf der gleichen Fläche entstanden ist. Auf einem Spaziergang durch die Pflanzung trifft man zum Beispiel auf Rotfichten, Edeltannen, Waldkiefer, Buche, Eiche, Birke, Eberesche, Weide und Holunder. Auch kann man erleben, was Fachleute ”mehrstöckige Wälder” nennen. Das ist ein Wald, der an die skandinavischen Naturwälder erinnert. Ein mehrstöckiger Wald kann zum Beispiel aus hohen Edeltannen bestehen, in den Lichtungen zwischen den hohen Stämmen können verschiedene Laubbäume wachsen, während es am Waldboden Sträucher und Kräuter gibt.

Pilze

In der Pflanzung Klosterheden Plantage findet man viele verschiedene Pilze, von denen viele essbar sind – Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge, Flockenstielige Hexen-Röhrlinge und Gemeine Steinpilze. Mehr über Pilzsuche unter ”Aktivitäten” (Link zu Aktivitäten)

Darüber hinaus kann man giftige Pilze wie Fliegenpilz und den Kegelhütigen Knollenblätterpilz finden.

Mehr über die Pilze im Artenlexikon (auf Dänisch)

Vögel und Fische

Die abwechslungsreiche Natur der Pflanzung gibt vielen verschiedenen Tierarten gute Lebensbedingungen. Das ganze Jahr über kann man einem der typischen im Nadelwald lebenden Vögel, dem Fichtenkreuzschnabel, begegnen. Im Winter kann man den Nördlichen Raubwürger und die Wasseramsel sehen, im Mai und Juni den Ziegenmelker auf den Heiden und in den Lichtungen im Wald. Während der letzten Jahre konnte man ebenfalls den Ruf der Kolkraben in der Pflanzung hören. Im Sommer kann man Eisvogel, Neuntöter, Gebirgsstelze und Fischadler beobachten. Obwohl die Entfernung zum Wasser groß ist, bevorzugt der Fischadler die Stille und Ruhe in der Pflanzung Klosterheden Plantage.

Zum Fischbestand in der Pflanzung Klosterheden Plantage gehören u.a. Hechte, Forellen und Plötzen. Aufgrund der Dammbauten der Biber haben die Fische jedoch keine optimalen Lebensbedingungen. Im Wasser kann man auch Tiere finden, die kleinen Aalen ähneln. Es sind jedoch keine Aale, sondern Bachneunaugen, die zur Tiergruppe der Rundmäuler gehören, die u.a. einen runden Saugmund haben, wie man ihn von Egeln kennt. Aufgrund der guten Wasserqualität in Klosterheden fühlt das Bachneunauge sich in den Seen und Wasserläufen der Pflanzung sehr wohl.

Insekten/Käfer

Insbesondere im Winterhalbjahr, in dem die meisten nicht nach Insekten Ausschau halten, kann man den seltenen Stierkäfer in der Pflanzung Klosterheden Plantage finden.

Der Stierkäfer ist 14-22 mm lang und sowohl auf der Ober- als auch Unterseite schwarz glänzend. Die Deckflügel sind kräftig längsgestreift. Der Käfer hat seinen Namen nach den hornartigen Auswüchsen am Halsschild des Männchens bekommen.

In der Pflanzung Klosteheden Plantage lebt einer der größten Bestände an Rotwild und Rehwild des Landes, was dazu beiträgt, dass der Käfer gute Lebensbedingungen hat. Er lebt nämlich in und von den Düngern von Hirschen, Schafen und Hasen


Pflanzen am Waldboden

Das Pflanzenwachstum in der Pflanzung Klosterheden Plantage ist von den für Heiden üblichen Pflanzen wie Heidekraut und Krähenbeere geprägt. An einzelnen Stellen im Wald wachsen seltenere Pflanzen wie z.B. Moosglöckchen, Schuppenwurz und die uralte Sporenpflanze Keulen-Bärlapp oder auch Wolfsklaue genannt. Auf den Heideflächen gibt es an einzelnen Stellen Lungen-Enzian und die unter Naturschutz stehenden Knabenkräuter.

Der Lungen-Enzian ähnelt einer Glockenblume und ist Futterpflanze für den Lungenenzian-Ameisenbläuling, der seine Eier einzeln auf die Blüten legt. Wenn die Eier schlüpfen, bohrt die Raupe sich in die Blüte. Im September verlassen die Raupen die Blüte und werden danach in einem Ameisenhügel aufgezogen. Hier führen die Raupen sich wie richtige Kuckucksjungen auf und fressen alles, was die Ameisen ihnen geben. Die Raupe wird im Ameisenhügel zu einem Schmetterling und muss sich dann im Hügel hochkämpfen, um zu vermeiden, dass die Ameisen, die jetzt ihren Fehler entdeckt haben, ihn fressen.

Mehr über Lungen-Enzian unter fugleognatur.dk (auf Dänisch)

Dort, wo die Heiden abgegrast sind, wächst die mittlerweile recht seltene Echte Arnika und in den Flusstälern gibt es große Flächen mit Gagelstrauch, der meist aufgrund seiner Anwendung zur Herstellung von Kräuterschnaps bekannt ist. In den niedrig gelegenen Gebieten mit Torfmoor wachsen vereinzelt Gemeine Moosbeeren und der fleischfressende Sonnentau. An den Seiten der Flusstäler am Fuße der Abhänge gibt es häufig keine Quellen mit kaltem Wasser, und hier wachsen Moorlilien bzw. Beinbrech. Diese Pflanze hat ihren Namen bekommen, weil man früher glaubte, dass sie dafür verantwortlich sei, dass die Weidetiere sich verletzten.

Mehr über Beinbrech unter danmarksflora.dk (auf Dänisch)