Geschichte - Husby Klitplantage

Historie

Husby Klitplantage. Foto: Lars Gundersen

Geologie

Die Husby Klitplantage wurde auf zwei verschiedenen Bodentypen angelegt. Im Norden und Westen besteht der Untergrund aus angehobenem Meeresboden. Während der Steinzeit war das Meeresniveau erheblich höher als heute und aufgrund der großen schmelzenden Eismassen in Nordamerika stieg es ständig weiter. Das führte dazu, dass viele niedrig gelegene Landgebiete in Dänemark überschwemmt wurden. Gleichzeitig mit den Überschwemmungen hob das Land sich jedoch, da die schweren Eismassen der Eiszeit über Dänemark und den Rest des Nordens jetzt verschwunden waren. Als das Meer sich zurückzog, hinterließ es einen sandigen Boden und die typischen flachen Landgebiete.

Sämtliches Wasser konnte jedoch nicht wegkommen. Dies wurde an mehreren Stellen durch Sandbänke unmöglich gemacht. So entstanden Lagunen und Seen im Land. Die Fjorde Nissum und Ringkøbing Fjord in der Nähe der Husby Klitplantage sind nur zwei der sichtbaren Ergebnisse.

Der südöstliche Teil der Pflanzung liegt auf einem Ausläufer eines Moränenhügels, der während der letzten Eiszeit gebildet wurde. Solch ein Hügel ragt über die umliegenden Gebiete hinaus. Im Falle der Husby Klitplantage handelt es sich um den niedrigen, flachen, angehobenen Meeresboden. Der Boden im Moränenhügel besteht aus Lehm, Sand, Kies und Steinen, die von einem Gletscher in das Gebiet transportiert worden sind.

In der Husby Klitplantage sind beide Bodentypen von Flugsand verschiedener Dicken bedeckt. Am südlichen Teil des Strands kann man zu einigen Zeiten des Jahres die untere Moränenbodenschicht zwischen den Dünen herausragen sehen.

Skarvemose. Foto: Lars Gundersen

Die Geschichte der Husby Klitplantage

Die Nordsee und die vehementen Kräfte der Elemente sind von jeher Bestandteil des Alltags der Bauern und Fischer an der Nordseeküste gewesen. Für die Fischer bedeutete dies, dass es schwierig sein konnte, aufs Meer hinauszukommen und den Fang nach Hause zu bringen, wenn die Nordsee sich von seiner schlimmsten Seite zeigte. Für die Bauern war das Sandtreiben das größte Problem.

Die westjütländischen Dünenlandschaften sind aus einer Kombination der Ausmergelung der landwirtschaftlich genutzten Flächen durch die Menschen und den Einflüssen von Meer und Wind entstanden. Das Meer lagert Sand am Strand ab, den der Wind über das Land weht, wo er von verschiedenen Hindernissen gefangen wird, und so entstehen Dünen. Einige der Hindernisse waren die Felder der Bauern – die in vielen Fällen mehrere Kilometer im Land lagen. Der Sand legte sich über die Saat und in vielen Fällen wurde die Ernte zerstört.

Die Machthaber in Dänemark waren auf das Problem aufmerksam, und bereits im Jahr 1539 verbot König Christian III per Gesetz die Zerstörung der Dünenvegetation. Die half jedoch nicht sehr und Mitte der 1850er begann der Sand, sich langsam der Kirche von Husby zu nähern.

Das führte dazu, dass vier Bauern aus der Gegend nach Kopenhagen gingen. Dort durften sie bei König Frederik VII vorsprechen. Sie erklärten das Problem und der König hörte zu.

Als die Bauern wieder zu Hause in Husby waren, wurde ein Gottesdienst anberaumt, in dem der Pastor den Brief des Königs vorlas. Der König hatte entschieden, einen Förster nach Husby zu schicken, und dass alle Bewohner von Husby diesem helfen sollten.

Im März 1858 fuhr der Förster J.A.J. Drewsen im Pferdewagen von Tikøb auf Nordseeland nach Husby. Im Gepäck hatte er Pflanzen und Samen, die die Grundlage der Husby Klitplantage bildeten. So wurde Drewsen der erste Dünenpflanzer in der Husby Klitplantage – und wie versprochen halfen ihm die Bewohner von Husby jeden Alters bei der Arbeit.

Drewsen experimentierte mit verschiedenen Formen der Bepflanzung. Schließlich wählte er hauptsächlich Bergkiefern (Pinus mugo), die am besten in dieser rauen Gegend mit kräftigem Wind und Salz vom Meer zu gedeihen schienen, aber an einigen Orten wurden auch vereinzelt Eichen gepflanzt.

Das Pflanzjahr 1858 muss gut gewesen sein, denn als König Frederik VII 1861 die Husby Klitplantage in Verbindung mit einem Besuch des Herrensitzes Nr. Vosborg besuchte, war er mehr als zufrieden mit der Dünenpflanzung.

Der Erfolg mit der ersten Bepflanzung führte dazu, dass Drewsen und seine Nachfolger mehr Baumsorten und Pflanzenarten in der Husby Klitplantage einführen konnten. Daher ist die Pflanzung heute ein abwechslungsreicher Wald, in dem die Besucher einen guten Eindruck davon bekommen, welche Bedeutung der Einfluss des Windes für das Wachstum der Bäume hat. Im Westen wächst niedriges Bergkiefer-Gebüsch, dann hohe Weiß-Tannen und im Osten Laubwälder.

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